Farbreste

17 01 2017

Mit den übrig gebliebenen Farben vom letzten Färben hab ich mich dann noch ausgetobt. Da geht der Spieltrieb mit mir durch….blaubraun1_180
Aus Mitternachtsblau (eher lila), Türkis und Braun hab ich diesen dramatischen Stoff gezaubert. In einer Plastikbox den feuchten Stoff arrangiert, und die unverdünnten Farben einzeln dazugekippt, schön nebeneinander.

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Dann nur sorgfältig die Luftblasen rausgedrückt und den Stoff nicht weiter bewegt. So haben sich die Farben nur an einigen Stellen vermischt, je nachdem, wie sie aufeinander trafen. Ist der nicht prächtig?

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Bein zweiten Laken hab ich die Farben sorgfältig gemischt, und den Stoff mehr bewegt. Das ergab ein tolles Steingrau mit brauner Musterung. Das Braun ist sehr durchsetzungsfähig, liegt wohl an dem hohen Anteil an Rot, der da mit drin ist.

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Beim dritten Stoff sind nur Blautöne mit drin, aber ich könnte nicht mehr sagen, in welchem Verhältnis…. Ich versuche ja immer, alles genau zu notieren, aber wenn ich mit den Resten spiele, vergesse ich das oft.

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Blau, blau, blau……

14 01 2017

Auch wenn es hier sehr still war, ich war nicht untätig in der Weihnachtspause!
Eine Freundin hatte den Wunsch nach blau gefärbtem Stoff geäußert.Ein einfacher Auftrag, dachte ich. Zunächst habe ich Leintücher in der Waschmaschine gefärbt, verwendet habe die Procion-MX. Schon da hat man mehrere Möglichkeiten, aber keine war zufriedenstellend. Die Stoffe waren schön gleichmäßig gefärbt, aber viel zu hell. Nachdem ich nochmal alle Quellen (z.B. S.Muuß, C.Helmer, A.Johnston) studiert habe, denke ich, dass der Stoff in der Waschmaschine einfach nicht lange genug in der Farbe ist, und auch die direkte Zugabe von Soda zum Fixieren eine tiefere Färbung stoppt.
Ein zweites Überfärben hat etwas geholfen, aber ich wollte es genauer wissen und habe weitere Stoffe „in der Tüte“ (bzw im Container) gefärbt. Diese Ergebnisse gefielen mir deutlich besser.
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Sicher ist auch die Qualität des Stoffs wichtig. BW-Satin (ich habe ihn von Jeromin) nimmt eindeutig mehr Farbe auf und wird dunkler als ein altes Bettlaken. Allerdings färbt das Laken gleichmäßiger durch (beim Färben im Container), falls man keine Strukturierung will…

Und dann die Farben! Welches Blau ist Blau?
Verwendet habe ich Royal, Türkis, Indigo und Mitternachtsblau (eine Mischung), teilweise mit etwas Braun dazu. Eine unendlich Vielfalt!

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Bei Ann Johnston hab ich mir abgeguckt, mehrere Farbtöne zu mischen, und auch „fremde“ Farben in kleinen Mengen dazu zu nehmen (deshalb  ist das Braun dabei). Das ergibt tatsächlich einen tieferen Farbton, und spannende strukturierte Stoffe. Das gibt dann aber noch einen extra Post.

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Ich hoffe, die Eine oder Andere von euch findet das hilfreich. Ich jedenfalls habe mal wieder reichlich Erfahrung gesammelt und mich nicht gelangweilt mit meinen Farben.

Hat von euch jemand schon mit den käuflichen Waschmaschinenfarben gefärbt? Das fände ich spannend zu vergleichen.





Nachlese

26 11 2016

Vor 2 Wochen war ich bei einem Workshop mit Linda Colsh in Staufen. Linda bearbeitet ihre Stoffe mit Acrylfarben oder Stoffarben, da konnte ich viel lernen. Hier ein paar Ergebnisse:

Man kann sehr interessante Effekte erzielen, manches könnte ich mir auch gut z.B. für Schals vorstellen, mit dünnem Stoff.
Linda arbeitet viel mit sehr dunklen, erdigen Farbtönen, die sie aus den Grundfarben mischt. Mir ist das nicht so gut gelungen, immer wieder hat sich das Rostrot durchgesetzt. Während ich eher frustriert war, fand Linda es toll, dass endlich mal jemand in ihrem Kurs andere Farben macht, so kann’s gehen….
Und eigentlich finde ich es ja auch spannend, solche Herausforderungen zu bekommen. Immer das zu machen, was ich sowieso kann, (heißt: mit Blau in allen Schattierungen zu arbeiten) wird langsam langweilig. Also werde ich mir die „mißlungenen“ Stöffchen sicher noch vornehmen. Bleibt dabei!





Rostversuch

25 11 2016

Erste Versuche auf Papier zu rosten waren nicht so gelungen, ich wollte schon aufgeben. Vor allem, wenn ich meine Ergebnisse mit dem vergleiche, was andere auf diesem Gebiet produzieren. Bei meiner Suche bin ich z.B. auf Jennifer Coyne Qudeen gestoßen, und es gibt noch viele andere.

Dann geriet mir beim aufräumen ein Stück Windelmull in die Finger, und mußte für einen letzten Versuch herhalten. Nach einem Bad in Tee und Essig hab ich ihn um ein Knäuel Draht gewickelt, in eine Tüte gepackt und abgewartet.

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Ich bin ganz begeistert, obwohl kaum eine Spur von Rost zu sehen ist. Dafür hätte ich das Päckchen wohl noch deutlich länger liegen lassen müssen.

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Aber super finde ich die deutlichen Abdrücke und die schönen Grauschattierungen. Ich vermute mal, das kommt vom Tee (Earl Grey….). Ich denke, da werd ich doch noch ein bißchen weiter experimentieren.
Falls eine von euch (Eine ganz sicher…) damit Erfahrung hat, ich bin für jeden Tip dankbar, und denke, dass dieses Thema auch andere interessiert.
Erzählt mal aus eurer Werkstatt!





Gewaschen und gebügelt

1 10 2016

Hier schon mal ein paar Bilder von meinen Stoffen aus dem Colour-Workshop.
Auf der Suche nach „Rost“ hab ich ein großartiges Orange gefunden, warm und leuchtend. Passt nur grade nicht zu meinen Projekten. Oder vielleicht als Akzent?

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Weil das Wetter so toll war, dass wir die Siebe draußen trocknen konnten, gab es auch einen kleinen Ausflug in’s Breakdown-Printing. Dieses Ergebnis hier hat mich echt überrascht. Erinnert mich an große tropische Blattformen.

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Colour Studies 2

28 09 2016

Ist es tatsächlich schon 3 Wochen her, dass ich das letzte Mal hier was geschrieben habe? Meine Statistik behauptet das, au backe!  Dabei war soviel los, ich hätte viel zu berichten!
Zuletzt war ich mal wieder in Speyer, zum Farbkurs mit Leslie. Die Fortsetzung von diesem hier.
Wie immer war alles super vorbereitet, ein großer Tisch für jede Teilnehmerin, die Farbflaschen stehen Schlange.

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Leslie und „ihre“ Farben. Sie unterrichtet mit Begeisterung.

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Pause, damit die Farben sich setzten können, aber eigentlich weil die Eisdiele gegenüber lockt….

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Abwasch, der Spaß macht

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Und ständig entdecke ich Farben und Formen, die zu neuen Ideen inspirieren.

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Jetzt noch waschen, bügeln und die Proben sorgfältig sortieren

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Drucken mit Spitze

27 05 2016

Breakdown-Printing mit Spitze und Farbresten. Das gibt immer völlig unvorhersehbare Ergebnisse, wenn ich Farben verwende, die wirklich nicht mehr frisch sind…

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Farbtöne, die man kaum gezielt so hinkriegt, manchmal schon eher „Unfarben“ Aber ich finde, das passt zu dieser Technik. Auch der Druck wird nicht regelmäßig, eher bruchstückhaft, verschwindet teilweise.

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Hier bei Sabine oder auch bei Kristina von „Am liebsten bunt“ könnt ihr schauen, wie das geht. Oder gebt einfach mal den Begriff in die Suchmaschine ein. Die Möglichkeiten sind endlos, aber Achtung, Suchtgefahr!

 





verregnetes Wochenende

1 05 2016

ist mir gerade recht, dass dieses Wochenende so verregnet ist. Ich hab in meiner Werkstatt zu tun, Stoff bedrucken

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Mit Gute-Laune-Farben

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Und was macht ihr so? Grillt jemand?

 

 

 

 

 

 

 





Häuser 2

13 04 2016

Bei einem kreativen Wochenende mit den Artquilt-Freundinnen hab ich an meinem Häuserdruck weitergemacht. Genau genommen stammen die Beispiele aus dem letzten Post auch schon von diesem Treffen.
Als Kontrast zu dem sehr unscharfen Druck hab ich mir ein Sieb mit der Negativform gebastelt. Die Formen habe ich mit Klebeband abgeklebt.HausGrau2_180Wenn man es vorsichtig handhabt, kann man so ein Sieb lange benutzen bevor das Klebeband wieder abfällt.

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Im ersten Durchgang Marks mit der Scheckkarte gemacht, sehr wild. Dann mit dem Häuser-Sieb drüber.

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Häuser

2 04 2016

Damals, beim letzten Kurs in Speyer, hab ich mir eine Schablone  von Jeromins machen lassen. Grundlage war dieses Rubbing von einer der vielen Übungen während des Kurses.

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Ich wollte gerne, dass auch die Schraffuren im Hintergrund mitgedruckt werden. Sehr schwierig, da die Kontraste nicht so eindeutig sind. Dies hab ich durch mehrmaliges Kopieren mit erhöhten Kontrasten etwas verbessert. Und dann gehofft, dass es ausreicht.

Naja, einen eindeutigen Druck ergibt es nicht, aber ich finde dieses schemenhafte ganz schön für eine erste Lage. Damit läßt sich gut weiterarbeiten.

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So zum Beispiel:

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