Erwischt…

3 12 2010

Passend zum letzten Post, fand ich ich bei Kathleen Loomis einen Eintrag zum Thema „wie arbeite ich in meiner kreativen Werkstatt“, bezogen auf Art Quilts. Aber ich finde, das ist für jede von uns interessant.  Sie zitiert einen Text von Jane Dunnewold, die sechs Vorgangsweisen beschreibt, und zwar folgendermaßen:

Die Spontane
: Wirft alles Mögliche zusammen und schaut, was passiert.
Die Unentschiedene: Probiert etwas aus, aber kann sich nicht entscheiden. Hat es eine zeitlang rumliegen oder an der Designwand,und entweder es gefällt ihr ganz gut, und sie arbeitet weiter daran. Oder sie kann sich weiter nicht entscheiden, und das Ding wird zum UFO.
Die Planende
: macht Pläne, hat Skizzenbücher und zeichnet Entwürfe. Denkt über Farben nach, macht Listen. Das Planen macht ihr  mehr Spaß als die Ausführung, also wird niemals ein Teil gemacht. Aber ein paar schön gestaltete Entwurfsmappen entstehen dabei.
Die Pragmatische
: Nimmt, was sie hat, ob es passt oder nicht. Manchmal funktioniert das, manchmal nicht, aber wenigsten beendet  sie ihre Projekte und bleibt innerhalb ihres Budgets
Die Sammlerin: Kauft ständig ein bzw. besorgt von überall Material. Hat große Ideen vor Augen während sie einkauft, die dann nicht verwirklicht werden. Hat Unmengen von Stoff  in Schränken und unterm Bett
Die Arbeitsbiene:
Macht Probestücke, aus denen dann unbedingt eine Weste oder ein Kissen werden muß. Jedermann fragt sich, wie sie das alles schafft. Das Ergebnis ist, dass sie niemals über ihre Probestücke hinauskommt.

...fängt Staub...

Tja, da mußte ich doch schmunzeln! Also, die Planende bin ich sicher nicht, und im Spontansein übe ich mich erst. Aber die Unentschiedene…also jaa..mh.., das passt schon. so viele Möglichkeiten, und ich will doch dann auch sicher sein, daß es gut wird,  und so viele Entscheidungen, wie groß, welche Technik, welche Stoffe……sie kennen das sicher. So ein paar „unvollendete“ hab ich schon rumliegen.
Aber oft kann ich auch ganz pragmatisch sein, nehme Stoffe, die sich einigermaßen vertragen, und nähe drauflos.  (Das aber eher bei praktischen Sachen, wie Topflappen oder Quilts für den Garten).
Aber eine Arbeitsbiene wiederum werde ich nie werden, obwohl ich oft den Impuls habe, aus jedem Sampler etwas brauchbares zu machen. Inzwischen habe ich dafür einen extra Karton angeschafft, in dem ich ausdrücklich Probestücke sammle. Und schon ist der Druck weg!
Und Sammlerin zu sein, das kann ich mir schlicht nicht leisten, und finde das gar nicht schlimm. So wächst mein Fundus nur langsam, und meistens durch interessantes Gebrauchtes.

Und wie sieht das bei Ihnen aus? Können sie sich immer sofort entscheiden?
Ich finde, es ist wichtig, zu sehen, wo man sich selber bremst, und Strategien zu entwickeln, wie man damit umgehen kann.
Den Text von K.Loomis finden Sie hier, oder Sie schauen direkt bei Jane Dunnewold, sie geht noch konkreter darauf ein.

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